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Skifahrer am Brauneck verschüttet

Dass wir Bergwachtler/innen aus Wolfratshausen am Sonntag noch zu einem Lawineneinsatz alarmiert werden, hätten wir zu Dienstbeginn nicht gedacht. Wegen des vielen Neuschnees starteten die Lifte erst gegen 9:30 Uhr. Noch bevor die Diensthütte erreicht wurde, mussten wir eine gestürzte Skifahrerin mit einer Beinverletzung versorgen. Diese wurde mit dem Akja – welcher unterstützend von einem Tölzer Kameraden zur Unfallstelle gebracht wurde – ins Tal gefahren.

Kurz nach 12:00 Uhr dann die Alarmierung: verschütteter Skifahrer am Garland. Alle verfügbaren Kräfte aus Wolfratshausen und München machten sich mit der benötigten Ausrüstung auf den Weg zum Einsatzort. Kurz vor unserem Eintreffen wurde der Skifahrer durch Tölzer und Lenggrieser Kollegen/innen gefunden. Der ca. 30jährige war abseits der Piste unterwegs und wurde von einer selbst ausgelösten Lawine verschüttet. Nur dem glücklichen Umstand, dass die Hütte der Lenggrieser Bergwacht nur wenige 100 m vom Unfallort entfernt ist, sodass sich sofort ein gutes Dutzend Einsatzkräfte auf die Suche machen konnten, und einer aus dem Schnee ragenden Skispitze, die von einer Bergwachtlerin entdeckt wurde, hat der Mann sein Leben zu verdanken. Der ansonsten unverletzte Verschüttete hatte nach gut 20 Minuten unter dem Schnee zwischenzeitlich das Bewusstsein verloren, wurde nach dem Ausgraben sofort notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Einsatz eines Rettungshubschraubers war wegen des schlechten Wetters nicht möglich.

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